Self-Dox: Wie es nicht zu schaffen ist

Falls du Reddit mitliest weisst du wahscheinlich schon was DOX heißt:

Dox nennt man die Situation wo du deine reale Identität im Netz tarnen willst (oder zu tarnen brauchst, zum Beispiel wegen Dark Net Aktivität) aber das Tarnen irgenwie gescheitert hat.

Nach einem Dox ist deine Identität offensichtlich im Netz – Das heißt wo du dich befindest, vielleicht auch dein Name, es kann sein auch Bankkonto oder so etwas – am schlimmsten.

Heutzutage veröffentlichen Leute diese Informationen ganz freiwillig am Facebook oder beim Erstellen von Google Accounts. Das ist dann Self Dox. Aber weil du auf diesem Blog schon gelandet bist glaube ich sowas ist bei dir eher unerwünscht.

Leider ist das schon schwer alle Informationen geheim zu halten.

Falls man ein Konto bei Google will muss man eine Telefonnummer angeben, bei Yahoo schon manchmal auch (aber nicht immer). Google loggt auch schon beinahe alles was man verfolgen kann – IP Adresse, MAC Adresse, Betriebssystem, Browser und so. Was noch schlimmer ist, Google gibt persönliche Infos an Dritten viel zu einfach. Lies mal die allgemeinen Bedingungen von Google.

Google: We will share personal information with companies, organizations or individuals outside of Google if we have a good-faith belief that access, use, preservation or disclosure of the information is reasonably necessary to:

  • meet any applicable law, regulation, legal process or enforceable governmental request.

  • enforce applicable Terms of Service, including investigation of potential violations.

  • detect, prevent, or otherwise address fraud, security or technical issues.

  • protect against harm to the rights, property or safety of Google, our users or the public as required or permitted by law.

Das heißt, man muss nicht unbedingt etwas illegales tun. Eine Vermutung ist genug. Und eine Vermutung kann immer vorhanden sein.

Du siehst, es ist viel besser Self Dox zu vermeiden auch wenn du glaubst du brauchst es doch nicht.

Also, was tun?

Self Dox vermeiden

1/ Checke alle soziale Netzwerke und schau mal nach wie leicht dein Name zu finden ist. Facebook – Verzeichnis: Hier gibt es alle Namen der FB-Mitglieder. Suchen kannst du natürlich nur am Facebook. Vielleicht ein besseres Tool ist peekyou – da siehst du die wichtigsten Punkte vom Facebook-Timeline sowie vom Twitter, Instagram oder Google+. Du kannst auch namechk benutzen. Das Tool ist eher für Marketingleute um zu sehen ob ein Brandname noch nicht besetzt ist in Netzwerken wie Github oder Google+, aber vielleicht kommt es auch für dich nützlich.

Sei gewarnt – vielleicht wirst du überrascht sein.

2/ Suche deine alten Blogs und Seiten am Archive.org.

3/ Lösche einfach ab alles was du nicht öffentlich haben willst. Man kann sich sogar an Google wenden falls einige Informationen aus Google Suche entfernt werden sollten. Das kann man auch verwenden falls man alte Tweets und Facebook Posts entfernen will. Und es gibt sogar eine Webseite speziell rund ums Löschen von alten Daten und Profileseiten und sowas ähnliches: Accountkiller.

4/ Surfe nur mit VPN. Ja man kann auch einen Proxydienst verwenden. Ja sowas ist kostenfrei. Aber nur selten nutzen die Proxydienste https das heißt was du tuest kommt als Plaintext durch. Das ist schon wie eine Postkarte zu senden. Also VPN. Welchen Dienst? Lies mal Testberichte. Grundsätzlich sind die Dienste und Angebote ganz ähnlich. Probier mal zum Beispiel Private Internet Access. Beim Jahresabonnement kostet der VPN-Dienst bei PIA nur 3,33 USD monatlich. Deine Verbindung ist automatisch verschlüsselt und gemäß AGB sollten die Admins keine Trafficdaten loggen. Das ist etwas bedenklich so etwas zu versprechen, aber doch. Man kann auch mit Bitcoin bezahlen, falls das für dich wichtig ist.

Auch mit VPN muss man aber vorsichtig sein. Ich würde empfehlen alle Daten die zu deiner realen Identität leiten zu löschen. Auch wenn das dein Facebook Account ist!!

Viel zu viele Seiten loggen viel zu viele Informationen. Zum Beispiel eine echte Email Adresse beim Github angeben, das ist schon ein Blödsinn. Auch wenn sie man dann später ablöscht bleibt sie sowieso gespeichert. Bei den Commits.

Also?

 

 

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3 Gedanken zu “Self-Dox: Wie es nicht zu schaffen ist

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